Ab wann Rasendünger ausbringen?

1966 gilt in Deutschland als Stichtag bei der Düngung für die Bauern. Die Düngeverordnung organisiert dabei deren Einsatz nach den Prinzipien der anerkannten fachlichen Anwendung. Eine Überdüngung des Rasens kann ja schnell irreversible Schäden wie Verbrennungen bewirken. Allgemein sollte der Dünger nicht zu Mittag bei Sonne ausgebracht werden. Zum Ausbringen von mineralischen Düngemitteln sollte der Rasen trocken sein; denn, auf diese Weise klebt der Mineraldünger nicht mit dem Wasser an den Blättern und der enthaltene Stickstoff beeinträchtigt nicht die Blätter. Dann muss der Rasen begossen werden. Nach dem Düngen sollte unter allen Umständen eine Ganzkörpersäuberung der Einsatzkraft wie beispielsweise beim Duschen durchgeführt werden. Und bei der Menge des Düngemittels kann besonders gespart werden. Es bietet sich aber an, in kürzeren Abständen zu düngen. Langzeitdünger sollen daher vornehmlich im Frühjahr, Sommer und Herbst eingesetzt werden. Denn dieser Dünger soll nur eine Basisausstattung bis zum Herbst garantieren. Mineraldünger werden somit in rund einwöchigem Intervall ausgebracht. Im Winter hingegen benötigt der Rasen nur schwach Nährstoffe, sodass im Winter stark herabgesetzt gedüngt werden braucht.

frisch gedüngter RasenWie bereits angerissen, soll der Rasen nicht zu Mittag bei Sonne ausgebracht werden. Vor dem Düngen sollte der Rasen gemäht werden, sodass das Düngemittel geradewegs auf den Boden eingebracht werden kann. Nach rund 2 Tagen ist der Rasen mit Dünger auszubringen, sonst würde der Dünger fest haften bleiben und möglichenfalls Schaden am Gras auslösen. Sollte möglicherweise Regen „kommen“, ist dies optimal um den Rasendünger auszubringen, denn der Regen spült auch gleich den anhängenden Düngerstaub von den Blättern aus und garantiert, dass die Nährstoffe in den Boden eingearbeitet werden. Starkregen dagegen schwemmt die Nährstoffe aus.

Die Tagezeiten

Sollte man erst spät abends düngen, soll man wenig Wasser benutzen, weil der Boden dann nur mehr wenig verträgt. Pfützen sind zu versäumen, damit keine Pilzinfektionen stattfinden. So soll die Düngung flüssig erfolgen. Der Rasen sollte also abends nur gering gegossen werden, damit Rasendünger und Wasser auch vom Boden aufgenommen werden.

Die Jahreszeiten

Die Spätherbstdüngung ist die wichtigste für den Rasen. Sie bestimmt, ob der Rasen im Frühling widerstandsfähig den Winter übersteht. Naturdünger mit reichlich Kalium als Labsal gegen Frost und Dürre sollen dazu eingesetzt werden. Das hilft auch gegen Unkraut und Moos. Im Winter büßt man auch so nicht die Nährstoffe ein. Wenn die Temperaturen im Frühjahr anwachsen, ändern die Mikroorganismen die organischen Stoffe in nährstoffreiche Humustücke. Und es kommt keine Verbrennung auf wegen der ausgezeichneten organischem Nährstoffe. Die Herbstdüngung kann im August erfolgen – aber auch der September bis Oktober genügen.