Rasen kalken – Tipps und Tricks für ein sattes Grün im Garten

Jeder Gärtner freut sich über ein sattes Grün im Garten, weshalb die richtige Pflege des Rasens einen großen Stellenwert einnehmen sollte. Jedoch ist es alleine mit dem Mähen nicht geschafft, auch benötigt das Grün Dünger, es muss ab und an vertikuliert und gekalkt werden.

Insbesondere bei Moosbefall im Rasenbeet steht auf das Kalken auf dem Plan, ist das Unkraut nämlich ein Zeichen dafür, dass der pH-Wert des Bodens nicht förderlich und dieser somit zu sauer ist, um wichtige Nähr- und Mineralstoffe an die Rasenpflanzen abzugeben. Jedoch richtet sich der richtige Zeitpunkt für das Kalken ganz nach der Beschaffenheit des Bodens und dessen Fähigkeit, die wichtigen Nährstoffe passabel an den Rasen weiterzugeben. Sandböden beispielsweise benötigen mehr Kalk, als ein gut gedüngter und mineralstoffreicher Erdboden. Deshalb kann der richtige Zeitpunkt für die Behandlung mit Kalk meist nur durch einen kostengünstigen pH-Test festgemacht werden.

Wurden der Untergrund des Rasenbeets getestet und besteht der Bedarf, den Rasen zu kalken, kann dies mit wenigen Handgriffen durchgeführt werden. Dabei wird auf Rasen- oder Gartenkalk zurückgegriffen, wie er beispielsweise in zahlreichen Online Shops oder im Gartenmarkt verfügbar ist. Bestenfalls wird das Grün nach dem Vertikulieren gekalkt, damit die Nährstoffe gut in den luftigen Boden einziehen können.

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Vor dem Kalken – der richtige pH-Wert zählt

Wie bereits erwähnt, sollte der Rasen niemals auf gut Glück gekalkt werden. Vielmehr sollte die Absicht dahinterstehen, dass der pH-Wert des Bodens ausgeglichen wird oder die Nährstoffversorgung wieder in Fahrt gebracht werden kann. Deshalb sollte vor jeder Behandlung mit Kalk ein Test zur Bestimmung des pH-Wertes des Bodens durchgeführt werden, beziehungsweise sollten die Ursachen für die Übersäuerung des Untergrundes festgemacht werden, wofür eine Bodenanalyse von Nöten ist.

Sollte das Rasenbeet von

  • Gänseblümchen
  • Adlerfarn
  • Ackerziest
  • Hundskamille
  • Wiesensauerampfer

oder Hederich befallen sein, ist dies meist ein sicheres Zeichen dafür, dass der ph-Wert des Bodens unter 5,3 liegt und somit zu niedrig ist. Für den Test wird ein wenig Erde aus unterschiedlichen Ecken des Rasenbeets entnommen. Dieses kann dann beispielsweise im Garten- oder Baumarkt eingereicht werden, wo dann der aktuelle ph-Wert im Durchschnitt bestimmt wird. Optimal ist eine Höhe des Wertes von 5,3 bis 7,0.

Wie wird das Rasenbeet gekalkt? – Hinweise und Rat für das Kalken im Garten

Bestätigt das Ergebnis der Untersuchung, dass der pH-Wert zu niedrig ist, steht das Kalken des Rasenbeets bevor. Dies sollte bestenfalls im Frühjahr geschehen, vor der Wachstumsphase der Pflanzen. Zwischen dem Kalken des Rasens und dem Düngen des Grüns sollte allerdings immer eine längere Periode Zeit vergehen, damit der Rasen atmen und sich entwickeln kann.

Vor dem Kalken sollte auf jeden Fall vertikuliert werden. Das Vertikulieren entfernt zum einen den Fremdwuchs im Rasen, zum anderen lässt es den Kalk schneller eindringen, sodass die Wurzeln der Rasenpflanzen sehr rasch zu neuen Nährstoffen kommen.

Wie viel Kalk benötigt wird, ist abhängig von dem gemessenen pH-Wert und von der Beschaffenheit des Bodens. Sandböden benötigen weniger Zugabe des Kalks als beispielsweise lehmige Untergründe. So erhalten sandige und leichte Böden, die einen Wert von unter 5,3 aufweisen etwa 150 bis 200 Gramm pro Quadratmeter, während der gleiche Boden bei einem pH-Wert von 5,3 bis 5,7 nur 120 bis 180 Gramm des Kalks erhalten darf.

Lehmige Böden hingegen, bei einem Wert unter 5,7, erhalten 300 bis 400 Gramm Kalk pro Quadratmeter. Liegt der Wert jedoch zwischen 5,7 und 6,5 reichen bereits 180 bis 250 Gramm. Die benötigte Menge an Kalk kann auch auf dem Rasenkalk selber abgelesen werden. Auf den Produkten finden sich zahlreiche Informationen zur richtigen Dosierung.

Der Kalk sollte möglichst gleichmäßig auf das komplette Rasenbeet aufgebracht werden. Hierbei kann eine Harke verwendet werden, um den Kalk anschließend möglichst in die Erde einzuarbeiten.

Welcher Kalk ist der richtige für meinen Rasen?

Es sind eine Vielzahl unterschiedlicher Rasenkalke erhältlich, zum Beispiel in zahlreichen Online Shops oder im Gartenmarkt. Generell gibt es aber drei unterschiedliche Zusammensetzungen des Produktes:

  • Branntkalk
  • Mischkalk
  • Kohlensaurer Kalk

Beim kohlensauren Kalk handelt es sich um die am meisten Verwendete Variante des Rasenkalks. Dieser wirkt äußerst schonend und langanhaltend, sodass eine Überkalkung des Beetes kaum möglich ist.

Der Branntkalk hingegen, eine Variante die durch Verbrennung des kohlensauren Kalks gewonnen wird, wirkt effektiv und schnell, schadet aber einigen Pflanzen und auch Tieren. Die Ausbringung des Branntkalks kann nur mit Schutzmaßnahmen vollzogen werden.

Die dritte Variante, der Mischkalk, setzt sich zusammen aus kohlensaurem – und Branntkalk und ist somit, was die Wirkung betrifft, mittig festzusetzen.

Welcher Kalk nun auf dem Beet landet, ist abhängig von der Beschaffenheit des Bodens, vom Rasen und von den weiteren Pflanzen, welche sich in der Nähe des zu kalkenden Rasens befinden. Bestenfalls entscheidet man sich nach der Überprüfung des pH-Wertes für ein passendes Produkt.

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