Rasen richtig düngen – Tipps und Tricks zur optimalen Pflege

Rasen richtig düngen

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Jeder Gärtner kennt das Problem: Obwohl der Rasen regelmäßig gemäht wird, ist dieser dennoch nicht gesund, weist Unkraut auf oder erstrahlt nicht im satten Grün. Um die Gesundheit des Rasenbeets, so wie das Wachstum zu unterstützen, muss das Beet regelmäßig gedüngt werden. Dabei ist die Vielfalt an unterschiedlichen Düngemitteln groß. Sowohl für den Zierrasen, als auch für angegriffenen oder beschädigten Rasen und für Rollrasen ist ein spezieller Rasendünger erhältlich. Weiterhin stehen dem Gärtner oder der Gärtnerin auch verschiedenartige Düngersorten für jede Jahreszeit zur Verfügung, da der Rasen möglichst zwei- bis dreimal im Jahr gedüngt werden sollte.

Eigentlich kann beim Düngevorgang wenig schief gehen, denn dieser geht kinderleicht von der Hand und kann sogar mit Hilfsmitteln durchgeführt werden. Dennoch gibt es einige Dinge, die man für eine optimale Düngung beachten sollte.

Wann und wie oft sollte der Rasen gedüngt werden?

Vor allen Dingen die kalten Wintermonate, von Dezember bis März, machen dem Rasenpflanzen zu schaffen. In dieser Zeit benötigen sowohl die Wurzeln des Rasens, als auch der Boden auf dem diese gepflanzt worden sind, besonderen Schutz und besondere Pflege. Diese kann durch eine Düngung erzeugt werden, schließlich werden Pflanzen und Boden dabei mit Nähr- und Mineralstoffen versorgt. Deshalb sollte möglichst zweimal im Jahr gedüngt werden: Zur Herbstzeit, sobald der Winter vor der Tür steht, und zur Frühlingszeit, sobald sich die Natur wieder von den Strapazen des Winters erholt.

Die optimalen Monate zum Düngen sind also der März und der Oktober, beziehungsweise der November bei milden Temperaturen im Herbst. Sollte das Rasenbeet jedoch auch während des Sommers erhebliche Schäden aufweisen, oder kein Dünger mit einer Langzeitwirkung verwendet worden sein, kann eine dritte Düngung, beispielsweise im Juli oder im August, stattfinden. Jedoch sollte der Rasen niemals überdüngt werden, da es hier schnell zu Verbrennungen oder zu lästigen Krankheiten der Pflanzen kommen kann.

Vor dem Düngen – Vorbereitung des Rasenbeets

Bevor der eigentliche Düngevorgang beginnen kann, sollte der Rasen vorab in Form gebracht werden. Dazu benötigt das Rasenbeet eine vorherige Pflege, welche aus

  • Kehren
  • Mähen
  • Vertikutieren

bestehen sollte. Beim Kehren der Rasenfläche wird Laub beseitigt, nimmt man sich dafür eine Harke, so können bereits erste Unkräuter und Rasenfilz entfernt werden. Damit das Düngemittel anschließend schnell und wirksam in das Beet eintreten kann, empfiehlt es sich, den Rasen zu mähen. Vier Zentimeter sind dabei die optimale Höhe der Halme. Anschließend wird das Beet noch vertikuliert, der Boden dabei gelockert und weitere Unkräuter und Moos entfernt.

Welches Düngemittel soll verwendet werden? – ein kleiner Ratgeber

Neben dem richtigen Zeitpunkt zur Düngung spielt natürlich auch das richtige Düngemittel eine große Rolle, um dem Rasen Gesundheit und Robustheit zu spenden und ein grünes Wachstum zu fördern. Wie bereits erwähnt, sind verschiedenartige Dünger im Handel erhältlich, passend zu fast jedem Bedürfnis des Rasenbeets und angepasst an die jeweilige Session, in der gedüngt wird. Der Gärtner kann sich zwischen Flüssig- und Granulatdünger entscheiden.

Die wichtigsten Nährstoffe, welche sowohl die Rasenpflanzen als auch der Boden benötigen, sind in jedem Fall

  • Kalium
  • Stickstoff
  • Phosphor
  • Eisen
  • Magnesium
  • Calcium
  • Schwefel und Kupfer

Beim Kauf oder bei der Auswahl des Rasendüngers sollte also möglichst auf die Zusammensetzung geachtet werden. Für den Herbst benötigt der Rasen insbesondere Kalium, während für das Frühjahr vor allen Dingen Stickstoff benötigt wird.

Zudem kann zwischen organischen und mineralischen Düngern unterschieden werden. Bei dem organischen Rasendünger handelt es sich um ein Produkt, das lediglich aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht und häufig mit Spurenelementen aus der Natur bereichert ist. Der mineralische Dünger enthält alle wichtigen Nährstoffe, weiterhin aber auch chemische Mineralstoffe, wie sie in der Natur nicht zu finden sind.

So wird der Rasen richtig gedüngt – Hinweise

Man könnte meinen, dass die Rasenpflege nebst dem Mähen und dem Vertikutieren viel Zeit in Anspruch nimmt. Dabei ist das Ausbringen von Dünger keine zeitaufwendige Angelegenheit, die binnen weniger Minuten erledigt werden kann. Um den Rasen richtig zu düngen, sollte man aber möglichst professionell vorgehen, damit keine weitläufigen Schäden etc. entstehen.

Dafür kann man sich des Weiteren auch einen Streuwagen zur Hilfe nehmen, welcher das Granulat gleichmäßig und richtig dosiert verteilt. Möchte man den Dünger jedoch ohne das Hilfsmittel ausbringen, sollte man dies in zwei Portionen tun. Zuerst wird die erste Hälfte des Rasenbeets in Längsrichtung mit dem Düngemittel versehen, anschließend der andere Teil des Beetes in Querrichtung. Der Düngevorgang funktioniert also im Schachbrettmuster.

Nach dem Düngen wird der Rasen bewässert, damit die enthaltenen Nährstoffe schnell und ergiebig zu den Wurzeln dringen können.